Wissenschaftspreis 2018 des österreichischen Notariats an Arbeit über „Die Satzungsstrenge im Aktienrecht“

Bereits zum 12. Mal zeichnete die Österreichische Notariatskammer beste wissenschaftliche Arbeiten aus, die Recht ohne Streit fördern – das Wesensmerkmal notarieller Tätigkeit. Die hohe juristische Auszeichnung, vormals Kurt Wagner-Preis, wird alle zwei Jahre vergeben. Die diesjährige Preisträgerin ist die Wiener Juristin Dr. Julia Nicolussi. Ihre Doktor-Arbeit „Die Satzungsstrenge im Aktienrecht“ überzeugte die 18-köpfige Jury unter der Leitung von Dr. Michael Umfahrer, dem Vorsitzenden des Fachausschusses für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht der Österreichischen Notariatskammer.

„Die Arbeit der Preisträgerin bietet den Notaren vor dem Hintergrund der jüngsten Rechtsprechungsentwicklung, die eine erweiterte Satzungsgestaltung zulässt, eine praxisorientierte Hilfestellung für ihre tägliche Vertragsgestaltungspraxis und Rechtsberatung zur Sicherstellung streitvorbeugender Ergebnisse“, so Dr. Michael Umfahrer. Die Autorin setzte sich damit auseinander, wieweit die privatautonome Gestaltungsfreiheit im Aktienrecht reichen darf, um bestimmten Konfliktsituationen auf Aktionärsebene oder zwischen Management und Aktionären vorzubeugen, die vom Gesetzgeber nicht ausreichend geregelt sind. Erkenntnisse wurden auf spezielle Gestaltungsfragen der Organisationsverfassung angewendet und erprobt.

Der Preis, der mit 15.000 Euro dotiert ist, umfasst auch eine Publikation in der Schriftenreihe des Notariats. Die Preisverleihung fand am 5. Juni 2018 in der Österreichischen Notariatskammer statt.

Wissenschaftspreis 2018 des österreichischen Notariats an Dr. Julia Nicolussi. Im Bild die Preisträgerin mit Univ.-Doz. DDr. Ludwig Bittner, Präsident der Österreichischen Notariatskammer (re.), und dem Jury-Vorsitzenden Dr. Michael Umfahrer (li.) (Bildcredit: ÖNK / Richard Tanzer).

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