Kriegsgefangenenentschädigung

Anspruchsberechtigung

Österreichische Staatsbürger, die

  • 1. im Verlauf des Ersten oder Zweiten Weltkrieges in Kriegsgefangenschaft gerieten, oder
  • 2. im Verlauf des Zweiten Weltkrieges oder während der Zeit der Besetzung Österreichs durch die Alliierten Mächte von einer ausländischen Macht aus politischen oder militärischen Gründen festgenommen und angehalten wurden, oder
  • 3. sich auf Grund politischer Verfolgung oder drohender politischer Verfolgung im Sinne des Opferfürsorgegesetzes 1947 außerhalb des Gebietes der Republik Österreich befanden und aus den in Z 2 angeführten Gründen von einer ausländischen Macht festgenommen und nach Beginn des Zweiten Weltkrieges angehalten wurden,

haben Anspruch auf eine Leistung nach Maßgabe der Bestimmungen des KGEG.

Den Anspruchsberechtigten gebührt zwölf Mal jährlich eine monatliche Geldleistung, deren Höhe von der Dauer der Gefangenschaft abhängig ist. Sie gebührt mit Monatsbeginn der Antragstellung und erlischt mit Ende des Monats, in dem der Anspruchsberechtigte verstirbt.

Keinen Anspruch auf Geldleistungen aus dem KGEG haben Personen, deren Verhalten in Wort oder Tat mit den Gedanken und Zielen eines freien, demokratischen Österreich unvereinbar war.

Gesetzestext

(http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20001054)

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