Am 9. Dezember organisierte das Brüsseler Büro der Österreichischen Notariatskammer gemeinsam mit dem Österreichischen Gewerkschaftsbund und der Arbeiterkammer in der Ständigen Vertretung Österreichs bei der EU eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Societas Unius Personae (SUP) – ein trojanisches Pferd?“.

Thomas Brandtner vom Sekretariat des Rates der Europäischen Union, Jytte Guteland, Abgeordnete zum Europäischen Parlament, Sonja Bydlinski aus dem österreichischen Justizministerium, Kristi Värk aus dem estnischen Justizministerium sowie Helmut Gahleitner als Experte der Arbeiterkammer diskutierten mit einer höchst interessierten Zuhörerschaft, die sich vor allem aus zahlreichen Vertretern der europäischen Institutionen und Interessenverbände zusammensetzte, über den Vorschlag der EU-Kommission für eine europäische Einpersonengesellschaft.

Dabei wurde nicht nur auf dem Podium, sondern auch im Publikum herbe Kritik an dem Richtlinienentwurf geübt, der nicht nur die Integrität des österreichischen Firmenbuchs gefährde, sondern auch der Geldwäsche und der Umgehung von Arbeitnehmerrechten Tür und Tor öffne. Vor diesem Hintergrund überraschte es nicht, dass sowohl Michael Umfahrer, Präsident der Notariatsakademie, als auch Oliver Röpke als Vertreter des ÖGB in Brüssel die Kommission unisono dazu aufforderten, ihren Vorschlag zurückzuziehen.

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